30.06.2021

Aldo Rossi. L’architetto e le città

Ohne urbane Kultur sei die Architektur als kulturelle Praxis nicht zu denken, lautet die These des Kurators Alberto Ferlenga. Aber nicht die jüngere Forschung zu Rossi bildet das Thema der Ausstellung (die Andri Gerber in wbw 6–2020 aus Anlass des Buchs von Angelika Schnell über Aldo Rossi umfassend gewürdigt hat), sondern das Wiedersehen mit Bekanntem (aus Archiven). Der Rundgang startet in Mailand (Studium und Mitarbeit bei Casabella) – repräsentiert von einem Modell des Doms, das einst in Rossis Büro stand. Darauf folgen Modena (Friedhofsentwurf 1971) sowie Genua und Venedig (Theater-Rekonstruktionen) gekrönt vom schwimmenden Theater für die Biennale in Venedig 1980. Diese Konstellation rahmt rund 40 Modelle, die zu einer Art Stadt zusammengeschoben sind. Vitrinen beleuchten weitere Bezüge wie Rossis Lehrtätigkeit in Venedig, die Beziehung zu Berlin und zu Amerika, seine Entdeckung von Japan oder seine Leidenschaft fürs Kino. Wenigen bekannt sein dürfte Rossis Film für die XV. Mailänder Triennale 1973: Ornamento e delitto, eine Hommage an Adolf Loos als Wegbereiter der Architettura Razionale.

— Roland Züger

Aldo Rossi. L’architetto e le città
bis 17. Oktober 2021
MAXXI. Museo nazionale delle arti del XXI secolo
Via Guido Reni 4A, 00196 Rom
www.maxxi.art
Di–So 11–19 Uhr

Teatro del Mondo
© Antonio Martinelli
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