16.01.2018

Gemalte Architektur

Den Auftakt machte die grundlegende Neugestaltung des Hefts durch die Grafiker von Elektrosmog: Seit Mitte 2013 bespielen jedes Jahr andere Künstler unsere Titelseite mit einer künstlerischen Interpretation des Heftthemas. Nach fotografischen Arbeiten von Roman Keller, Katalin Deér, Peter Tillessen, Eik Frenzel und dem Illustratorenduo Flag haben wir das Spektrum der Repräsentationsformen von Architektur nun auf die Malerei erweitert. Gleichzeitig rücken wir damit wieder nahe ans Objekt, die Architektur selber.
Die russische Künstlerin Maria Pomiansky hat sich in einem Auswahlverfahren mit vier eingeladenen Künstlerinnen und Künstlern durchgesetzt. Zur Arbeit stellt sie ihre Staffelei unter freiem Himmel auf; sie hat eine genaue Beobachtungsgabe und eine gute Hand für Form und Komposition. Aber besonders ihre Vorliebe für stadträumliche Szenerien, ihr Verständnis für architektonische Formen und ihre betörenden Farb- wie Lichtstudien haben uns in den Bann ihrer Bilder gezogen.
Neben den zehn Covers, die sie für uns im Jahr 2018 gestalten wird, können Sie sich von ihrem Schaffen im Frühling selber überzeugen. Dann werden ihre Bilder in einem Buch im Tria Verlag vorgestellt: Sie ist darin eine präzise Chronistin des Urbanen im aufstrebenden Stadtgebiet von Zürich-West. Maria Pomiansky ist in Moskau geboren und dort in einer Künstlerfamilie aufgewachsen. Noch in Moskau hat sie eine Kunstschule besucht, später dort Grafikdesign studiert und in Jerusalem einen Bachelor in Kunst erworben. Zuletzt studierte sie an der Zürcher Hochschule der Künste Szenografie und jüngst Malerei. Ihr künstlerisches Werk ist in zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland zu sehen.

— Roland Züger

Ausstellungshinweis
Maria Pomiansky

Züri West
Galerie Alex Schlesinger
Tödistrasse 48, 8002 Zürich
5. April bis 12. Mai 2018
http://www.galas.ch/cms/

Der Stadtraum ist ihr Atelier: Malerin Maria Pomiansky unterwegs in Zürich-West. 
Bild: Vadim Levin
© Vadim Levin
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