29.09.2020

Re-use in allen Skalen

Vom 1. bis 3. Oktober kehrt wieder quirliges Leben in die Villa Saroli in Lugano ein. Ludovica Molo, Direktorin des i2a öffnet zusammen mit ihren Co-Kuratierenden Ariane Widmer, Caspar Schärer und Cyril Veillon die Türen für Debatten. Diskutiert wird über das Thema Re-use in allen Grössenordnungen: Vom kleinen Hausumbau, über Materialflüsse bis zu Grosseingriffen in die Landschaft.

Am Donnerstagabend, 1. Oktober, eröffnet ein Podium mit den Hochschulen, am Tisch sitzen: Martin Bösch, Martin Fröhlich und Jan de Vylder. Der Freitagmorgen beginnt mit einer Führung durch den Campus der Tessiner Fachhochschule SUPSI sowie einem Stadtspaziergang mit dem Komponisten Mario Pagliarani. Der Nachmittag dann steht ganz im Zeichen des Materials. Nach Referaten von Kerstin Müller von Baubüro in situ und dem Architekten Walter Stahel debattiert ein bunt besetztes Podium mit Renaud Haerlingen vom Brüsseler Büro Rotor, Filippo Medolago, Urbanist des Tessiner Raumplanungsamts sowie Andreas Sonderegger, der zum Re-use an der ZHAW Winterthur unterrichtet und der Modedesigner Rafael Kouto. Als Spezialgast ist Madelon Vriesendorp, die Künstlerin und Illustratorin mit vor der Partie, die über ihr Kunstprojekt «Iconoplast» zum Thema Plastik und seine Wiederverwendung berichten wird. Den Abschluss am Freitag markiert die Vernissage zur Ausstellung mit Arbeiten der Studierenden der EPFL, konkret des Studio EAST von Anja und Martin Fröhlich. Die Studierenden der EPFL experimentieren seit längerem mit Recycling-Materialien und bauen regelmässig in Eigenregie Pavillons auf. Drei dieser «Zwerge der Baukunst» sind der Schau.

Der Samstag steht im Zeichen der Landschaft, konkret der Kulturlandschaft, welche die Tessiner von alters her mit ihrem Begriff des territorio charakterisieren. Den Samstagmorgen eröffnet mit zwei Referaten: zum einen vom Architekten Georges Descombes zu seiner Renaturierung des Flusses Aire in Genf und zum anderen von der Japanerin Momoyo Kaijima, die an der ETH Zürich lehrt. Die anschliessende Debatte vertieft das Thema mit Beispielen, unter anderem vom Attisholz-Areal nahe Solothurn. Auf dem anschliessenden Podium sprechen die italienische Architektin Paola Candiani, die Genfer Politikerin Anna-Karina Kolb, der Direktor von Espace Suisse Damian Jerjen, die Landschaftsarchitektin Daia Stutz sowie Pierre Alain Croset, Architekturprofessor, der in Mailand unterrichtet.

Anmelden kann man sich mit einer Mail an: info@i2a.ch. Das Programm zur Biennale i2a findet sich hier.

— Roland Züger
© Simon Jeckelmann
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