20.06.2019

Wie sieht die Schule von morgen aus?

Berlin gibt bis ins Jahr 2026 5,5 Milliarden für neue Schulen aus. Der starke Zuzug und der grosse Renovationsstau haben die Situation in der deutschen Hauptstadt zugespitzt. Selbst die Wohnungsbaugesellschaften müssen in Berlin nun beim Schulbau anpacken. So steht die Frage im Raum, wie die Schulen von morgen denn aussehen sollen?

Das Berliner Architekturforum Aedes eröffnet zu diesem Thema die Ausstellung Zukunft Schulbau, die bis zum 8. August 2019 läuft. Am 24. und 25. Juni lädt Aedes zudem zu einer Konferenz in ihre Räumlichkeiten im Prenzlauerberg. Die Schau versammelt ein Duzend Beispiele aus ganz Europa, beispielsweise der Bildungscampus im Wiener Sonnenwendviertel von PPAG Architekten, den wir im Heft (wbw 1–2015) auch bereits vorgestellt haben. Aus der Schweiz ist in der Schau die Primarschule in Chermignon von Frei Rezakhanlou aus Lausanne dabei, die 2010 eröffnet worden ist. Im Wallis habe sich fünf Dörfer zusammengetan, um eine Schule zu bauen, der Kanton half mit, den Wettbewerb zu stemmen. Ein tolles Beispiel zur Baukultur im Dorf. Das Haus selber ist jedoch klassisch einbündig gegliedert. Gelernt wir im Klassenzimmer, das in der Betonstruktur ruht. Doch heute scheint die Schule und seine Pädagogik in Bewegung. Zum aktuellen Stand des Schweizer Schulbaus im Allgemeinen und zum Konzept der Lernlandschaft im Speziellen empfehlen wir deshalb unser Schulheft (wbw 11–2018). Aktuelle Beispiele zeigen darin, dass das Lernen heute anders organisiert werden muss und dass die angestammten Wände des Schulraums an Bedeutung verlieren, wenn klassenübergreifende Lernkonzepte Ernst genommen werden.

— Roland Züger

Ausstellung:
Zukunft Schulbau
Europäische Beispiele zeitgemässer Schularchitektur
Aedes Architekturforum
Christinenstrasse 18–19
10119 Berlin

25. Juni bis 8. August 2019
Eröffnungskonferenz: 24. Juni von 14 bis 18.15 Uhr,
und Dienstag, 25. Juni von 10 bis 18.30 Uhr
Tickets und Informationen

© Eugenie Pons
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