Gefahr erkannt, Gefahr gebannt

Gefahren lauern überall. Sie zu erkennen ist der erste Schritt, um ihnen zu begegnen. Unter dem Motto «In Gefahr?» richten die Europäischen Tage des Denkmals am 12. und 13. September 2026 den Blick auf die vielfältigen Bedrohungen für unser Kulturerbe und konkrete Ansätze zu deren Bewältigung. Nicht nur Abbruch, Verfall oder Naturkatastrophen, auch Übertourismus oder neue Anforderungen an Nutzung, Energie und Verdichtung bedrohen erhaltenswerte Bausubstanz. Rund 450 Führungen, Ausstellungen und Workshops zeigen in der ganzen Schweiz, wie unterschiedlich die Gefährdungen, aber auch die Lösungsansätze sind. In Brienz wird vorgestellt, wie man den ganzen Ort vor Murgängen und Hochwasser schützen will. In Bellinzona erlauben die Depots des Ufficio dei beni culturali Einblicke darin, wie fragile archäologische Funde nach ihrer Bergung fachgerecht bewahrt und langfristig geschützt werden können. Und beim Workshop «De-tag» werden im Genfer Quartier Les Grottes mit dem Künstler Andreas Kressig Graffitis an historischen Häusern entfernt.

Dies und vieles mehr findet sich im diesjährigen Programm unter kulturerbe-entdecken.ch. Die Einschreibungen in Veranstaltungen der Deutsch-Schweiz und im Tessin sind seit 18. August möglich, die Westschweiz folgt ab dem 26. August.

— Christoph Ramisch
© Fachstelle für Denkmalpflege und Archäologie. Die historischen Bauten in Sarnen wurden schon mehrfach vom Hochwasser heimgesucht, letztmals 2005.
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