The sound echoes twelve times through the hall, silencing everything else. When Christian Zehnder, the artistic director of the facility, begins to yodel energetically, it becomes clear what the Klanghaus Toggenburg was made for. Zehnder explains that central space has a special acoustic quality, a strong character. Inspired by models from Isfahan, perforated walls serve as resonating bodies, some of which can be opened and closed. They shape the sound like an instrument. The opening of this longawaited building offers a welcome opportunity to reflect on the relationship between sound and space. We talked to Christian Zehnder and Astrid Staufer, the architect of the Klanghaus, about the building itself but also about Toggenburg traditions, sound spheres in the valley, and synesthetic spatial experiences.
In a world dominated by visual images, we often fail to consciously register our acoustic environment. And when sounds are noticed, they are often quickly regarded as noise, whether caused by motorized traffic or children at play. We often move through spaces whose acoustic qualities hardly seem worth mentioning. Nevertheless, their influence is inescapable. But do we still have an open ear for this? In a personal essay Sabine von Fischer examines everyday spaces and sounds and poses the question as to which sounds are enriching, and which are just disturbing clamour.
The other projects in this issue focus on a good listening experience. Here the space forms the sound and vice versa. In Basel Vécsey Schmidt have designed the Neue Kuppel, a building for pop music. Essentially, its space- and sound-shaping geometry employs principles like those used in the Baroque era. In Gent, Belgium, DRDH architects had the floor in a Gothic concert hall lowered to create better spatial proportions — an expensive undertaking. But the sound in the renovated hall is now far better than previously. What all the projects presented in this issue have in common is that they combine geometry, materials, and carefully detailed surfaces to create an architecture that delights not only the eye but also the ear.
Endlich ist es offen: Das Klanghaus im Toggenburg. Seine äussere Form ist organisch und von Klangkörpern entlehnt. Auch im Inneren hat man sich einiges für eine gute Akustik einfallen lassen. Wie das Haus konstruiert ist, wollten wir von der Architektin Astrid Staufer wissen. Und was bringt den Raum zum Klingen und wer geht hier künftig ein und aus? Das haben wir den künstlerischen Leiter Christian Zehnder gefragt. Daneben stellen wir auch das Resonanzzentrum Peter Roth vor. Von Graber Pulver mit Martina Hauser entworfen, empfängt es als Besucherzentrum unweit des Klanghauses die Gäste.
Weckt uns nachts das Prasseln eines Regenschauers, nehmen wir das bestenfalls als angenehm und beruhigend wahr. Auch weil wir wissen, dass es eine Ausnahme und nicht die Regel ist. Aber je nach Situation kann die Wahrnehmung von Klang schnell in Lärm umschlagen. In ihrem Essay fordert Sabine von Fischer eine grössere Sensibilität im Umgang mit Klängen, die uns täglich im städtischen Raum umgeben.
Im 13. Jahrhundert beteten hier Mönche. Danach kam im gotischen Ensemble ein Spital unter und nun finden Konzerte statt. Doch die Klangqualität liess zu wünschen übrig. Mit den wenigen, aber beherzten Eingriffen von DRDH Architects sowie dem akustischen Fachwissen von Arup ist die Musik jetzt ein Genuss für Augen und Ohren. Dank dem ansteigenden Gestühl hat das Publikum heute bessere Sicht und sitzt nahe am Geschehen. Artikel lesen Originaltext
Sein kuppelförmiges Zeltdach verlieh dem Basler Pop-Club Kuppel einst seinen Namen. Nun ist der Pavillon einer festen Behausung gewichen, entworfen von Vécsey Schmidt. Hier bleibt der Sound nun hinter den zweischaligen Mauern des Neubaus im Inneren. Dafür haben die Fachleute aus Architektur und Akustik gemeinsam an Geometrie, Oberflächen und Material gefeilt. Unter dem markanten Rippengewölbe knattern nun die Beats, wummern die Bässe, beben die Körper.
Künftig werden wir mehr um- als neu bauen, wenn möglich mit Re-use-Bauteilen. Die Zutaten zum Bauen müssen vorab gejagt werden. Zeit wird dadurch zur zentralen Grösse. Der Philosoph Norman Sieroka hat über den Begriff der Zeit in der Architektur nachgedacht.
Im Lausanner Westen hat sich seit den 1950er Jahren ein Veranstaltungsort ins kulturelle Gedächtnis eingeschrieben. Nun soll das Baudenkmal saniert, um einen Saal erweitert und seine Aussenräume aufgewertet werden. Den Wettbewerb dazu haben Conen Sigl aus Zürich mit Duo Landschaftsarchitekten aus Lausanne gewonnen. Unsere Autorin Isabel Concheiro erklärt, warum sie das am besten gelöst haben. Originaltext
Städtemonografien gibt es viele. Doch wenige befassen sich dezidiert mit dem Freiraum wie das neue Buch über Basel von Martin Josephy und Markus Ritter. Als alternative Reiselektüre empfiehlt die Redaktion Ausflüge in Buchform nach Genua, Paris, Turin oder Ibiza.
Von den Strategien der Denkmalpflege können wir viel für die Zukunft des Bauens lernen, so die These der aktuellen Schau im S AM Basel, die dabei an das Europäische Denkmalschutzjahr 1975 erinnert. Daneben gibt es Tipps zur aktuellen Vitra-Schau in Weil über die Formgestaltung bei den Shakern sowie zur Geschichte der Hochschule für Gestaltung in Ulm.
Aus dem neuen, polygonal geformten Erkerzimmer lässt sich der Garten geniessen, der die drei Architektinnen zum Entwurf für den Umbau des Mehrfamilienhauses inspiriert hat. Durch die neue Anordnung der Küche lässt sich dieser neue Raum auf unterschiedlichste Weise nutzen. Die restlichen Anpassungen bestechen durch ihre geringe Eingriffstiefe. Artikel lesen
Christian Kerez’ Entwurf des Museums für Moderne Kunst hätte hier mitten in Warschau entstehen sollen. Ein überladenes Programm, hohe Baukosten und unklare Besitzverhältnisse verhinderten den Bau. Den darauffolgenden Wettbewerb gewann 2014 das Team des US-Architekten Thomas Phifer. Nebenan ist derzeit noch ein Theater im Bau. Und ein neu gestalteter Platz soll beiden einen angemessenen Rahmen bieten. Dank diesen Eingriffen soll der gigantische «Palast für Kultur und Wissenschaften» näher an die Stadt rücken. Unser Autor Florian Heilmeyer ist voll des Lobes für den Museumsbau.