The most expensive puddle in Switzerland – this was the less than flattering description of the design of an area of water on Gustav-Gull-Platz in Zurich when this public space was opened in 2014. The open body of water on a sloping area of asphalt, edged with light grey granite, lies at the end of Europaallee when you are coming from the Main Train Station. In contrast to the extravagant office and apartment blocks built by big names from the world of architecture for big names of the technology scene, the square seems more like an understatement. It is hard and bare and not very permeable. In summer it heats up quickly, the rows of ginkgo trees will need a few more years before their leaves can form a shady canopy above the pedestrian zone.
Even though this public square illustrates the main problem that results from the urban design of public spaces in recent decades, many people in Zurich have grown fond of it. You can take off your shoes, roll up your trousers, wade barefoot through the water. You can even ride a bike through the puddle, going a little deeper on each round, and with the water that clings to the bike tyres you can paint a pattern on the asphalt. Water exerts a magical attraction on people.
Water cools, public swimming baths are the epitome of the summertime feeling in Swiss cities. When taking a refreshing jump into the Aare, the Limmat, the Rhine or the Cassarate it is easy to forget that in the 1960s Switzerland’s crystal-clear rivers were still cloudy and polluted. While a number of European cities are still having difficulties in achieving the dream of the “swimmable city,” the metropolis Paris shows how a project of this kind can be speedily implemented, if the political will is there (and the Olympic Games are looming ahead).
But it is not only on account of its cooling effect that water is the design theme of the moment. Due to climate change, dry periods are growing longer, weather extremes are becoming more dramatic. To provide water for flora and fauna but also to reduce the damage caused by flooding to a minimum, today the soil must function like a sponge. Whereas once enormous efforts were made to reclaim floodplains and drain rivers, today we struggle to keep soil moist and ground water levels stable. Instead of drainage we must again turn to a culture of irrigation. Delighting in the beauty of a puddle is, perhaps, a start.
Nicht nur ihr Interesse für aufgelassene Infrastrukturen verbindet die Gesprächspartner, auch das Element Wasser. Während Martina Voser mit ihrem Büro Mavo die Klärbecken der einstigen Papierfabrik in Attisholz in einen Uferpark verwandelte, planen Noël Picco und Lukas Stadelmann von Malheur & Fortuna auf einer Gleisbrache auf dem Dreispitzareal in Basel ein ungewöhnliches Freibad. Ein Gespräch über Wasser als Gestaltungselement und ein ökologisches Miteinander auf Augenhöhe.
Auf dem Koch-Areal in Zürich-Altstetten schiessen die Genossenschaftswohnbauten in die Höhe. Bereits fertig ist der Park in deren Mitte. Kernstück bildet die alte Kohlelagerhalle, zum gedeckten Freiraum umgebaut von Park Arch und Neven Kostic. Sie steht heute allen offen – auch bei schlechtem Wetter. Den Regen vom Hallendach machen die Landschaftsarchitekten von Krebs und Herde zum Gestaltungsthema. Gesammelt in sechs Töpfen, verdunstet und versickert das Wasser sichtbar und erlebbar. Nach den Prinzipien der Schwammstadt sind auch die umgebenden Freiräume gestaltet.
In einem der grössten Transformationsgebiete Europas, im Südwesten von Genf, wird der Flusslauf der Drize freigelegt. Den Fluss begleitet künftig ein Park mit vielfältiger Vegetation. Die neuen Espaces Rivières nehmen unterschiedliche Nutzungen auf, dienen der Naherholung, als Achse für den Langsamverkehr und sollen als Teil des Regenwassermanagements künftig auch die Hitze erträglicher machen. Auf dem ersten ausgedolten Abschnitt wurden bereits Wasservögel und Fische gesichtet.
Für das ehemalige Fischerdorf Lugano war der See immer wichtig – genauso wie der Fluss Cassarate, der darin mündet. Auch heute sind die Gewässer für das Ökosystem und für die Wahrnehmung der Stadt zentral. Jüngst konnten die Bezüge zum See und zum Fluss gestärkt werden, etwa durch die Bademöglichkeiten an den renaturierten Ufern des Cassarate oder an der künftig durchgehenden Seepromenade von Gandria bis Paradiso. Erste Abschnitte laden bereits jetzt zum Aufenthalt ein.
Die Bilder der olympischen Schwimmwettkämpfe 2024 in der Seine mitten in Paris bleiben in Erinnerung. Im Vorfeld wurden rund 1,4 Milliarden Euro in die Abwasserinfrastruktur und damit die Verbesserung der Wasserqualität investiert. Damit nun auch breite Bevölkerungsschichten davon profitieren können, stehen seit Sommer 2025 drei kostenlose Flussbäder zur Verfügung: in Bercy sowie an den Standorten Grenelle und Centre. Paris-Korrespondentin Susanne Stacher berichtet vom Baden.
Aktuelle Krisen wie der Biodiversitätsverlust oder der Klimawandel betreffen vor allem auch die Freiräume. Deshalb ist die Landschaftsarchitektur die Disziplin der Stunde. Worin die Herausforderungen konkret liegen, erklären der Landschaftsarchitekt Maurus Schifferli und der Architekturhistoriker Christoph Schläppi.
Just vor 100 Jahren wurde die Wohnbauausstellung WOBA in Basel initiiert. Heute steht die damals entstandene Siedlung vor einer Erneuerung. Grund genug, zukunftsfähige Ansätze in einem Wettbewerb zu suchen. Die beiden siegreichen Büros von Stefan Wülser + und Kollektive Architekt spannen für die Realisierung zusammen. Damit es wirklich zu einer kooperativen Planung kommt, macht Autor Andreas Ruby drei Vorschläge.
Im Gewerbemuseum Winterthur ist eine Schau zum Thema Backstein zu sehen. Zudem zwei Tipps zu Ausstellungen: über die Schweizer Agglomerationen im Museum Bellpark in Kriens und über das Werk des DDR-Architekten Joseph Kaiser, das aktuell in Berlin gezeigt wird.
Um das Heftthema zu vertiefen, empfiehlt die Redaktion zwei Bücher zur Lektüre: Ein spanisches Autorenteam geht mit 100 Words for Water den vielfältigen Verbindungen des Wassers mit unserer Lebenswelt nach. André Tavares hat in seinem Buch Form follows Fish die Architektur in Bezug auf den Fisch und dessen Wertschöpfungskette untersucht.
In einer denkmalgeschützten Scheune aus dem 18. Jahrhundert im freiburgischen Cottens hat der Lausanner Architekt Simon Durand eine Wohnung eingebaut. Von aussen kaum zu erkennen, fügt sie sich unter dem weiten Dach kompakt ein. In den Zwischenräumen tanzen Sonnenstrahlen, die über gläserne Dachziegel ins Haus fallen. Artikel lesen
Seit 2016 hat werk, bauen + wohnen 111 junge Schweizer Büros in der Rubrik JAS porträtiert. Um dieses Jubiläum zu feiern, luden wir Anfang Juni elf junge Büros zu einem Kurzvortragsabend ein. Wir wollten wissen, was seit ihrer Teilnahme in unserer Rubrik für Junge Architektur passiert ist und wo sie mit ihren Büros heute stehen. Redaktor Christoph Ramisch hat die Entwicklungslinien nachgezeichnet.