Municipalities in the urban agglomeration are investing in creating their identity and attempting to shake off stubborn prejudices. They are, it is sometimes maintained, monotonous and indistinguishable from one another, chaotic and devoid of attractions. What outsiders may see as a non-place often presents quite a different picture on taking a closer look: it is the locals who know best the distinctive features and the value of their residential environment — and who are also aware of what is lacking in daily life. The task for planners is to build on the existing qualities and at the same time to translate new needs into urban spaces of quality. In this approach the centres of the growing urban agglomerations acquire a special role: they -become a basis for building density, offer quality as a place to spend time, and serve the residential population as points of reference — as places that connect. They are usually also important hubs in the mobility network. But not all the residents commute away from these areas. The dormitory suburbs of the economic boom era have become workplaces, centres for cultural events and leisure activities. Strong subcentres are an expression of a peri-urban space that is increasingly emancipating itself from the core city.
In a discussion the former Geneva cantonal planner Ariane Widmer Pham argues for planning alliances that extend beyond the boundaries between different communities. This is the only way in which sufficient resources for well-planned development can be made available. The example of Effretikon shows how difficult the path to a different understanding of the urban agglomeration is. This post-war new town is making a further attempt – which this time promises to be successful — to give itself an urban centre. Geroldswil in the Limmattal shows how the idea of a centre can change over decades. A once popular centre complex with cultural and social facilities gradually decayed. The town is combatting this with housing suited to the needs of the elderly — but is this enough? In Rotkreuz the train window becomes a display window for urbanisation: a new town is growing up on either side of the railway line. On the site of a former cheese dairy a district is developing with arcaded ground floor levels that house public functions and a high residential density in the red brick towers above. Urbanist Stefan Kurath takes a critical look at the urban planning value of these gestures.
Gutes Bauen und Rendite müssen sich nicht widersprechen. Auch private Entwickler tragen zu einer lebendigen und lebenswerten Agglo bei, das zeigt das Areal Chäsimatt in Rotkreuz. Entworfen haben es AM Architects und Helsinkizurich als öffentliche Mitte, umgeben von offenen Blockrändern mit städtischen Motiven. Anders als andere Agglozentren ist dieses rege genutzt und belebt. Was war der Schlüssel zum Erfolg? Artikel lesen
Fast niemand kennt die Westschweizer Agglomeration so gut wie sie: Architektin und Raumplanerin Ariane Widmer Pham. 15 Jahre lang hat sie die überkommunale Planung «Lausanne Ouest» begleitet – Zeit für einen Rückblick. Während sich der Fokus auf Freiräume bewährt hat, liegt die Herausforderung nun darin, neue Zentren als Bezugspunkte zu schaffen. Redaktorin Lucia Gratz sprach mit ihr über Renens, Malley sowie Chêne-Bourg und Bulles.
Wie viele Agglomerationsgemeinden wächst auch Effretikon stetig. Das Vorhaben, dem Ort zwischen Winterthur und Zürich eine attraktive Mitte zu geben, brauchte aber mehrere Anläufe. 2018 wurde der Grundstein mit dem «Masterplan Bahnhof West» gelegt. Bis 2029 sollen hochwertiger Wohnraum, öffentliche Grünflächen, Läden und Restaurants das Zentrum beleben. Die ersten Neubauten von Staufer & Hasler, BDE, Pool und Huggenbergerfries sind vielversprechend.
In den 1960er Jahren blühte die Zürcher Agglogemeinde erstmals auf. Jakob Schilling baute ihr ein brutalistisches Gemeindezentrum mit Schwimmbad, Kirchen, Café und Gemeindehaus. Der Umbau und die Erweiterung von Baumberger Stegmeier haben das Denkmal nun einer Neuausrichtung unterzogen. Architektonisch ist diese gelungen, doch wird sie auch Leben ins schwächelnde Zentrum bringen?
Unter dem Namen «Countdown 2030» schloss sich vor sechs Jahren eine Gruppe junger Architekturschaffender zusammen. Ziel ihres Aktivismus: Endlich soll das Netto-Null-Ziel im Bauwesen ankommen und ganz konkret bis 2030 umgesetzt sein. Nun war Halbzeit – Architektin und Mitgründerin Sarah Barth zieht eine Zwischenbilanz. Was hat der Verein bis jetzt erreicht?
Rotkreuz will weiterwachsen. Vier Wettbewerbe hat die Gemeinde 2025 im Bahnhofsumfeld ausgeschrieben. Zwei davon – «Zentrum Dorfmatt» sowie «Bahnhof Süd» – nimmt unser Autor Manuel Medina González unter die Lupe. Die gemischt genutzten Überbauungen zum Wohnen und Arbeiten versuchen sich daran, dem heterogenen Ort ein einprägsames Gesicht zu verleihen – mit unterschiedlichem Erfolg.
Endlich ist mit The Other Rome ein Buch erschienen, das die Lücke der Moderne in der Städtebaugeschichte Roms schliesst. Architekt Andreas Graf las es mit Begeisterung. Die Redaktion empfiehlt zwei Fotobände: Zuger Ansichten 2025 durch die Linse der Fotografin Regine Giesecke sowie Stern von Laufenburg, fotografiert von Kaspar Thalmann.
Spuren der Zeit sind kein Mangel, sondern eröffnen Möglichkeiten im Entwurf – davon sind Studio ne aus Basel überzeugt. Sie haben der Fabrikhalle von Álvaro Siza auf dem Vitra Campus eine Architekturschule eingebaut. Artikel lesen
Der Bau des Radiostudios Brunnenhof in Zürich läutete 1932 das Zeitalter des Hörfunks in der Schweiz ein. Nun ist das Radio ausgezogen, die Bestimmung der Räume für das Klingen und Hören aber blieb. Spillmann Echsle haben das Haus denkmalgerecht umgebaut und die Doppelnutzung als Schule und Konservatorium ermöglicht.
Um 1865 exportierte die evangelische «Basler Mission» nicht nur ihren Glauben, sondern auch Bautechnik: In Mangalore, Indien, baute sie eine Ziegelproduktion auf. Ein Architektenpaar erforscht Aufstieg und Niedergang und beschreibt, wie sie die industriellen Überreste architektonisch neu belebt haben. Originaltext