Today no architecture school worth its salt would omit to offer a hands-on design course based on re-use. Experimental buildings at a scale of 1:1 are attractive and suitable for a teaching experiment, as a different understanding of material cycles and jointing techniques can be trained using them. And training is needed, for re-use makes very new demands on designs. They must be oriented on the availability of material — design by availability.
The building of the future is a hybrid of old and new. So that it will itself be able to serve as a “mine” it should be possible to take it apart without damaging it: design for disassembly.
The first pilot projects, such as the addition of a storey to K118 in Winterthur by Baubüro in situ, were undertaken a number of years ago and they inspired the world of architecture and far beyond it.1 Recently a film about Barbara Buser, the founder of in-situ and pioneer of re-use was released in cinemas. In this movie she forcefully reminds us about the waste problem that plagues our consumer society. The only way we will be able to deal with this is if we re-use buildings as a whole or in parts.
The first large re-use projects have recently been realised; a number are still being worked on. We visited apartment buildings in Basel and in Winterthur where we encountered two very different design approaches to re-use. In addition, we asked around in the re-use community: what are the experiences in planning and building with re-use? What does the whole thing cost? Is the financial cost proportionate to the ecological benefit? There can be no doubt that planning processes are being turned completely upside down. During the research work for this issue we discovered that the capital of re-use is Brussels, where offices like Rotor or BC Architects have been at the forefront of building with re-used building components for years. Here we can already observe a certain step that still lies ahead for Swiss cities: thinking of an entire site as a store of building elements. This is how building with re-used components can reach the next level on the scale: re-use next level.
Zwei neue Wohnhäuser mit Re-use könnten in ihrem Entwurfsansatz nicht unterschiedlicher sein. In Winterthur hat Pascal Flammer ein Genossenschaftshaus entworfen und die wiederverwendeten Bauteile mit weisser Farbe übertüncht. In Basel hingegen zelebrieren Loeliger Strub ihre Unterschiedlichkeit. Mit dem farbenfrohen Bau schliessen sie den Blockrand auf dem Lysbüchel-Areal. Bei beiden Projekten werden nicht nur beim Bauen Ressourcen geschont, sondern auch dank kleiner Wohnfläche.
Welche Erfahrung machen Architekten und Spezialistinnen beim Planen mit Re-use? Beteiligte zweier vielversprechender Projekte, die in Zürich im Werden sind, geben Auskunft: einerseits Graber Pulver, die das Recyclingzentrum auf dem Juch-Areal planen, andererseits Gigon Guyer, die in einem Gewerbehaus Schienen als Tragstruktur wiederverwenden. Welche Herausforderungen stellen sich und mit wie viel Mehraufwand ist zu rechnen?
Erbaut 1908 als Gendarmerieschule, wird ein vier Hektar grosses Gelände sukzessive zum Universitätsareal umgebaut. Die erste Etappe umfasste sieben historische Gebäude, die von EVR Architecten, BC architects & studies und Callebaut Architecten umgebaut wurden. Ihr Konzept folgt einem radikalen Kreislaufgedanken – so viel wie möglich wiederverwenden, sowohl, was Materialien, als auch, was Gebäudestrukturen angeht. Das Resultat ist ein Umbau, bei dem Alt und Neu Hand in Hand gehen.
Im waadtländischen Echallens haben Dettling Péléraux eine Industriehalle in eine Ausbildungsstätte für Bauberufe transformiert. Die Erweiterung ist teilweise aus in-situ-rückgebautem Material konstruiert. Ehemalige Betonfassadenteile werden zu Innenwänden entlang der Fassade, tragende Holzelemente zu einer Aussenüberdachungen und verzinkte Stahlbleche erneut zur Dacheindeckung. Der zurückhaltend einheitliche und immer noch industrielle Ausdruck der neuen Berufsschule überzeugt. Originaltext
Könnte uns die künstliche Intelligenz nicht dabei unterstützen, nachhaltiger zu bauen? Zu dieser Frage forscht die Assistenzprofessorin Catherine De Wolf an der ETH Zürich. Die Potenziale der KI findet sie an unerwarteten Stellen: Sie könnte uns dank Bildanalysen dabei helfen, die Stadt nach künftigen Bauteilminen abzusuchen, oder komplexe Bauteildatenbanken unterhalten. Originaltext
Auch beim Wettbewerb in Nyon war Re-use gefragt. Auf dem kleinen Industrieareal im Norden der Stadt soll künftig ein Zentrum für soziale Innovation und Solidarität entstehen. Die Fondation Esp’Asse hat als Bauherrschaft ein Projekt gesucht, in dem die Hochschulforschung mit lokalen Unternehmen zusammenspannen kann. Das Team von Comte/Meuwly hat gewonnen. Sie bauen den Ort weiter und verbinden ihn mit der Umgebung. Originaltext
Der Architekturbuchmarkt wird von Monografien geradezu überschwemmt. Redaktorin Lucia Gratz hat zwei davon exemplarisch unter die Lupe genommen und stellt fest: Monografie ist nicht gleich Monografie. Zudem hat sie mit Kennern der Branche gesprochen: zwei Verlagen und einer Architekturbuchhändlerin. Worin liegt der ungebrochene Reiz an diesen Werkschauen? Wer steht dahinter und was gibt der Markt heute überhaupt noch her? Daneben hat die Redaktion zwei Buchtipps: Frauenleben in Neubühl und Women Writing Architecture.
Das Architekturbüro von Lukas Imhof hat das Wachsen des Kräuterlikörherstellers in Appenzell auch architektonisch zum Thema gemacht. Die Holzschindeln der Erweiterung nehmen Anleihen an traditioneller Architektur der Region.
Die Frauenquote im BSA Ostschweiz liegt bei lediglich 10 Prozent. Gibt es dort wirklich nur so wenige Architektinnen? Das fragte sich Kunsthistorikerin und BSA-Neumitglied Nina Keel und lädt zum Stadtspaziergang durch St. Gallen ein.
Für ihr Erstlingswerk haben Luca Romano und Lisa Tiedje ihren Arbeitsort von Berlin nach Zürich verlegt. In der Nähe zur Kunstgiesserei Sitterwerk haben sie mit Sensibilität für den Kontext ein Mehrfamilienhaus entworfen. Artikel lesen