Behörde für Stadtentwicklung Wohnen, Freie und Hansestadt Hamburg
Überall arbeiten Städte daran, ihre Wasserlagen neu zu denken und zu gestalten. Wie gelingt diese Transformation? Wo entstehen die Wasserzugänge von morgen, und wer treibt sie voran? Die internationale Konferenz WATER_CITY WHERE NEXT? bringt Menschen aus Planung, Forschung und Praxis am 28./29. September 2026 zusammen.
Hamburg ist seit jeher eine Stadt am Wasser. Alster, Elbe, Bille, Kanäle und Fleete prägen nicht nur das Stadtbild, sie spielen auch eine Schlüsselrolle für die weitere Entwicklung der Hansestadt. Dabei geht es längst nicht mehr nur um klassische Waterfront-Projekte: Im Mittelpunkt stehen heute stadträumliche, ökonomische und infrastrukturelle Aspekte, ebenso wie die Herausforderungen des Klimawandels und der Gewässerökologie – in kleinem wie in größerem Massstab.
Mit Vorträgen, Werkberichten und Diskussionen gibt die 1,5-tägige internationale Konferenz einen Einblick in aktuelle Ansätze und Projekte an der Schnittstelle zwischen Stadt und Wasser. Die Konferenz findet in deutscher und englischer Sprache statt und richtet sich an Planerinnen und Planer, (Landschafts-) Architektinnen und Architekten, Urban Designer, Studierende sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus der Verwaltung. Der Besuch der Konferenz kann bei der Hamburger Architektenkammer und weiteren Architekten- und Ingenieurkammern als Fortbildung eingereicht werden.
Antwerpen Dirk van Peijpe, DeUrbanisten Berlin Juval Dieziger, Holzmarkt25 Basel Barbara Buser, Baubüro in situ Bratislava Petra Marko, Metropolitan Institute Chicago Ciere Boatright, Department of Planning and Development (tbc) Genf Kristian Borret, Cantonal Urban Planner Hamburg Franz-Josef Höing, Oberbaudirektor / Prof. Antje Stokman, HafenCity Universität / Dr. Andreas Kleinau, HafenCity Hamburg GmbH Kiel Doris Grondke, Stadträtin für Stadtentwicklung und Bauen Köln Eva Herr, Stadtplanungsamt Kopenhagen Lars Jensen, City Architect / Dan Stubbergaard, COBE (tbc) / Jacob Sand, BIG | Bjarke Ingels Group London Patrick Scally, Hackney Wick & Fish Island Community Development Trust Marseille Vincent Fouchier, Aix-Marseille-Provence Region (tbc) Mailand Prof. Paola Viganò, StudioPaolaViganò New York Sanjukta Sen, fieldoperations Prag Petr Janda, petrjanda/brainwork Rotterdam Prof. Adriaan Geuze, West 8 / Prof. Kees Christiaanse, KCAP / Arnoud Molenaar, SquareFloatingCity Stuttgart Hannah Pinell, Neckarinsel e.V. Utrecht Martin Knuijt, OKRA Wien Mark Neuner, Mostlikely Zürich Prof. Günther Vogt, VOGT Landschaftsarchitekten
Um die vielschichtige Bedeutung von Wasser für die Stadtentwicklung aufzuzeigen, nimmt die Konferenz drei Perspektiven in den Fokus: Grossmassstäbliche Transformation, neue Orte und Allianzen sowie Strategien und Instrumente. In parallelen Panels werden diese diskutiert und anhand von Projekten konkretisiert.
Die Panels zu grossmassstäblichen Transformationen nähern sich der übergeordneten Frage, wie Wasser gesamtstädtische Visionen prägt und wie dadurch ganze Stadtregionen zukunftsweisend weitergedacht werden können. Im Fokus stehen dabei neben Hamburg Städte wie Kopenhagen, Rotterdam, New York und Chicago, die durch ihre geografische Lage stark vom Wasser geprägt sind. Was sind die Visionen hinter den Grossprojekten? Wie wird Wasser zum Treiber grossräumigen Wandels und wie wirkt es als räumlich verbindendes, identitätsstiftendes Element der Städte?
Die Panels zu neuen Orten und Allianzen nehmen mit Ansätzen aus Hamburg, Berlin, London und Wien Wasserlagen als soziale Orte in der Stadt in den Fokus. Der Blick richtet sich auf kreative Nutzungen an Ufern, Kais und öffentlichen Wasserflächen, ebenso wie auf gemeinschaftliche Ansätze, zivilgesellschaftlich getragene Projekte und Initiativen. Sie zeigen, welche Wasserzugänge die Stadt von morgen braucht und wer sie gestaltet.
Welche Strategien, Instrumente und Wege sind notwendig, damit die Transformation von Städten am Wasser gelingt? Die Panels zu Strategien und Instrumenten liefern Impulse für den Schritt in die Umsetzung und diskutieren Rahmenbedingungen, um Wasser in der Stadtentwicklung wirksam zu machen. Planerische, politische, finanzielle und rechtliche Hebel werden diskutiert. Projekte aus Marseille, Utrecht, Hamburg, Kiel und Köln zeigen, wie aus Visionen realisierbare Projekte entstehen.
Öffentliche Führungen am ersten Konferenztag laden dazu ein, die HafenCity, das Billebecken, den Grasbrook und die Innenstadt-Fleete zu Fuss, mit der Barkasse oder mit dem Fahrrad zu erkunden. Vom „Entdeckerspaziergang zu Wasserlagen in der Innenstadt“ bis zur Radtour „Wasser wiederentdeckt: Zwischen Elbe und Bille“ gibt es verschiedenste Angebote.
Jetzt kostenlos anmelden unter www.hamburg.de/go/watercity