Cuisine/séjour est la paire de mots un peu générique et tout aussi diffuse que chaque architecte a sûrement déjà souvent inscrite sur un plan. La pièce la plus grande et la plus importante d’un appartement est souvent dédiée à l’un de nos besoins vitaux: se nourrir. Mais cela va bien audelà du simple besoin de satisfaire sa faim. La table où l’on mange est le lieu de rencontre de l’appartement; c’est là qu’on forge des plans, qu’on raconte des histoires, qu’on renforce des amitiés; on y joue, y travaille, s’y dispute, y rigole. Se faire quelque chose à manger, boire un verre de vin, se réunir autour d’une table; refaire le monde jusque tard dans la nuit, c’est une pratique culturelle.
Mais tout le monde n’aime pas cuisiner, ni cuisiner ensemble. Bien que les maisons coopératives fassent partie des projets d’architecture les plus médiatisés chez nous et qu’elles fassent régulièrement sensation à l’étranger, habiter collectivement est loin d’être la règle. Un coup d’œil sur la page web de l’Office fédéral de la statistique montre qu’environ deux tiers des ménages de Suisse sont constitués d’une ou de deux personnes. La forme d’habitat la plus fréquente (et donc la plus appréciée?) reste le ménage de petite taille.
Habiter ensemble a pourtant beaucoup d’avantages. Partager des pièces réduit les frais et rend l’habitat plus écologique en dimi
nuant la surface utilisée par personne. Cela peut être un remède contre la solitude (qui n’affecte d’ailleurs pas que les personnes âgées) et permet de mieux répartir le travail de care.
D’innombrables projets passionnants ont vu le jour en Suisse et à l’étranger depuis notre dernier cahier sur l’habitat collectif. C’est le moment de refaire un bilan intermédiaire. A quoi ressemblent aujourd’hui les espaces où la communauté se vit? Qu’estce qui caractérise ce fameux cuisine/ séjour? Un ingrédient que l’on retrouve très souvent dans les recettes pour un habitat collectif réussi est la cuisine commune. Elle constitue la pierre angulaire de toutes sortes de constellations d’habitation. Et un coup d’œil dans l’histoire nous montre qu’elle est aussi toujours un reflet d’une société et des rôles qu’elle assigne à ses membres.
Ein Koch hat das Genossenschaftshaus LeNa in Basel einst mitgegründet. Auch deswegen geniesst das gemeinsame Essen in der Cantilena, dem hauseigenen Restaurant, einen besonderen Stellenwert. Neben dem Essen wird noch viel mehr geteilt im Haus – in den Gemeinschaftsräumen auf allen Etagen. Entworfen und geplant wurde das Haus von Baumann Lukas in Arbeitsgemeinschaft mit Scheibler & Villard. Weiterlesen
Auf der Gemeinschaftsterrasse strahlt der Brotofen seine Wärme aus. Nebenan wird Gemüse geerntet, das in Kürze auf der langen Tafel verzehrt werden wird. Die Pergola hat bereits so manches Fest beherbergt. Auch zahlreiche Räume im Genossenschaftshaus werden kollektiv genutzt, 19 Arbeitsgruppen sind aktiv. Speziell ist: Die Mischung aus Miet- und Eigentumswohnungen ermöglicht diese Flächen. Kein Wunder, sprechen die Architekten von Tribu von einem Dorf – Le Bled.
Jahrzehntelang waren diese Blicke in den Klostergarten nur wenigen vorbehalten. Seit letztem Sommer geniessen ihn auch die Mieterinnen und Mieter im neuen Mehrfamilienhaus am Rande des Kapuzinergartens. Aus den dreissig Mietwohnungen darin bieten sich herrliche Blicke in den Grünraum, mit seinem kolossalen alten Baumbestand, aber auch den Pflanzgärten und der Apfelbaumplantage – wie auch ins Bergpanorama der Zentralschweiz.
In einem Thurgauer Weiler passt sich der Ersatzneubau eines Vielzweckbauernhauses von Bernath+Widmer in den gewachsenen Bestand ein. Von aussen bleiben Tenne, Bauernhaus und Stall ablesbar, aber statt einer Bauernfamilie lebt im Neubau eine Wohngemeinschaft. Unter dem raumgreifenden Satteldach finden sich sechs individuelle Wohneinheiten. Eigene Küchen haben sie keine, denn gegessen wird zusammen.
Mitten in Paris: ein Bauernhof am Gleis, der Restaurant und Wohnheim zugleich ist. In der Anlage, entworfen von Grand Huit, leben Menschen eines Arbeitsintegrationsprogramms und Gartenbaustudierende zusammen. Sie ziehen zusammen Gemüse, das im strohgedämmten Holzbau gekocht und im Restaurant von Bewohnerinnen und Besuchern miteinander gegessen wird. Über die stillgelegte Eisenbahnlinie der Petite Ceinture ist die Ferme du Rail mit weiteren Anbauflächen der Stadt vernetzt. Originaltext
Die Geschichte der Gemeinschaftsküche ist lang. Sie kennt zahlreiche Ausprägungen von der Phalanstère über die Berliner Einküchenhäuser bis zum Zürcher Clustergrundriss. Zementierte die Stellung der Küche im Haus einst die Rollen von Frau und Mann, so zeigen aktuelle Beispiele die Auflösung dieser Grenze und wie die Küche zum Nukleus des gemeinschaftlichen Wohnens wird.
Lausanne Jardins ist ein Ausstellungsformat für temporäre Gärten und Pflanzeninstallationen. Stéphane Collet stellt die Geschichte und Möglichkeiten der Veranstaltung vor und zeigt den Stellenwert von Grünräumen für das klimapositive Bauen. Originaltext
Beim Schulhaus-Wettbewerb Brunnenhof in Zürich schlagen Studio Urbaite vor, die Turnhalle nicht einzugraben, und gewinnen. Um den Boden zu schonen, stapeln sie die Nutzungen vor dem einstigen Radiostudio, in dem zukünftig ebenfalls Schulraum unterkommt. Ducken vor dem Max-Bill-Bau kam nicht in Frage.
Die Villa Flora in Winterthur ist wieder offen. Jessen Vollenweider haben mit ihrem Umbau die Räume der Sammlung Hahnloser in die Zukunft geführt. Daneben empfehlen wir die Schau über das Büro Rotor im Bozar in Brüssel sowie über die Brüsseler Stadtentwicklung im Architekturmuseum Basel.
Die ersten Ausgaben aus den 1970er Jahren der Zeitschrift Archithese sind Kult. Sie entführen ins Zeitalter der Postmoderne. Rezensentin Frida Grahn empfiehlt.
Die Redaktion schwärmt für zwei Filme: für Brunaupark, eine Hommage an die Zürcher Grosssiedlung, sowie Proof of the Pudding über die Umnutzungsmöglichkeiten eines Baus von Herman Hertzberger.
Das Büro der beiden Lausanner Frauen hat Partizipationsprojekte im Fokus. Sie gleisen Prozesse auf und begleiten Aktionen und Beteiligte, zum Beispiel bei einer neuen Bespielung eines Stadtplatzes in Vevey.Weiterlesen
Das Atelier für den Künstler Jim Dine ist der jüngste Bau von Flury+Furrer auf dem Areal des Sitterwerks bei St. Gallen. Auch hier haben die Architekten gebrauchte Bauteile verwendet – aus arealeigenem Bestand. Gleichzeitig haben sie das verwachsene Badehaus repariert. Beides entstand als enge handwerkliche Zusammenarbeit mit der Bauhütte der Kunstgiesserei.
Erinnern Sie sich an die eingestürzte Textilfabrik in Dhaka, der Hauptstadt Bangladeschs, die 1135 Menschen unter sich begrub? Elf Jahre danach herrscht Aufbruchstimmung im Gerberviertel, schreibt Niklaus Graber. Exemplarisch stellt er eine umgebaute Fabrik von Atelier Robin vor. Sie zeigt, wie wenig tief ein Eingriff sein muss, damit er für eine neue Nutzung funktioniert.