3 – 2019

Vert vertical

Est-ce que nous cultivons aujourd’hui des idées semblables avec les fermes urbaines et les jardins verticaux? La splendeur séduisante du vert répond à un besoin de vivre la nature à proximité, dans notre quotidien. On peut expliquer l’attrait de la verdure comme une réaction à l’expérience d’aliénation de l’ère moderne. Mais l’engouement pour les arbres plantés sur des immeubles et les jardins verticaux rencontre également beaucoup de méfiance. Devons-nous encore maintenant construire des maisons vertes? Plus d’un y voit une raison suffisante pour s’en détourner avec dégoût – à quoi s’ajoutent en choeur d’autres raisons comme la physique du bâtiment, l’accessibilité aux personnes à mobilité réduite et le BIM (Modélisation des informations du bâtiment). On peut appeler ces réactions la face B de l’architecture.


Mais une construction tire toutefois beaucoup de profits concrets de la verdure verticale: refroidissement par évaporation, protection solaire et amélioration de la qualité de l’air. Les réticences ont certes des bases plus profondes, la solidité étant un fondement de l’architecture. La verdure cependant vit et meurt. Il faut la soigner et la maîtriser, sans quoi elle déborde et envahit la construction et le projet architectural. Reconnaître l’aspect dynamique de la verdure, sa mutabilité en tant que partie de l’architecture en rebute plus d’un. Mais il est temps de se souvenir de qualités tombées dans l’oubli. C’est la raison pour laquelle nous voulons honorer dans ce cahier la verdure verticale avec un regard critique, sans perdre de vue ses conditions architecturales, économiques et biologiques. Car la force séduisante de l’image donnée par des exemples récents trouve le plus souvent son origine dans des paysages tropicaux, à Singapour ou au Vietnam, où règnent d’autres conditions climatiques. Consacré à l’aménagement des façades, ce cahier offre une bonne base pour s’entraîner au changement climatique.

Lebende Architektur

Was die Architektenschaft vom Vertikalgrün wissen sollte

Roland Züger

Wo es eng wird in den Städten und Bäume keinen Raum zum Wurzeln finden, bieten begrünte Fassaden eine noch viel zu wenig genutzte Alternative. Sie sind wirksam gegen die Folgen des Klimawandels und bringen den Menschen Natur näher. Das muss nicht teuer sein: Wenn die Pflege genau vorausgeplant wird, laufen verbreitete Vorurteile gegen das wuchernde Grün ins Leere. Es ist Zeit, dass sich Architekturschaffende Pflanzen als Entwurfsmittel aneignen.

Diskurs in der Enge

Migros-Provisorium in Zürich von Haerle Hubacher und Raderschall Partner

Das artenreich berankte Ladenprovisorium von Haerle Hubacher und Raderschall Partner verwandelt eine grüne Restfläche mitten in Zürich in einen beliebten Quartiertreffpunkt.

Grüner Klimamantel

Lagerhalle Gradischegg, Innsbruck (A), von Gilbert Sommer und Andreas Flora

Glyzinien überwuchern die fensterlose Lagerhalle von Gilbert Sommer und Andreas Flora in einem Innsbrucker Wohnquartier und sparen Energie zum Kühlen und Heizen.

Geordnete Vielfalt

Stücki Park in Basel von Diener & Diener mit Fahrni und Breitenfeld

Dem grossen Tanker des vormaligen Einkaufszentrums Stücki von Diener & Diener in Basel verleiht die Fassadenbegrünung von Fahrni und Breitenfeld den menschlichen Massstab.

Hängende Gärten in der Gewerbezone

Sky-Frame in Frauenfeld von Daniel Ganz und Atelier Strut

Ein gestapeltes Blumenfeld schmückt das ganze Jahr über die Glasfassade des Sky-Frame-Sitzes in Frauenfeld von Atelier Strut. Daniel Ganz hat den Paradiesgarten angelegt.

Betörender Bildteppich

Musée du Quai Branly – Jacques Chirac, Paris, von Patrick Blanc und Jean Nouvel

Die bezaubernden Pflanzenteppiche von Patrick Blanc gedeihen hors-sol an der Fassade – so auch am Pariser Musée du Quai Branly von Jean Nouvel.

Prototyp mit Pflegeplan

Bosco Verticale in Mailand von Stefano Boeri mit Studio Laura Gatti und Emanuela Borio

Stefano Boeris Mailänder Bosco Verticale machte Schlagzeilen und wird als Prototyp weltweit kopiert. Doch was leistet er, über das Komfortversprechen
hinaus, für die Umwelt?

Urbaner Evergreen

Terrassenhäuser in Wien und Mailand

Lorenzo De Chiffre, Martin Feiersinger (Bilder)

Als städtische Wohnform bleibt das Terrassenhaus meist ein Fremdkörper, der sich nur schwer in die Ordnung des Blockrands integrieren lässt. In Wien und Mailand finden sich jedoch erstaunliche Beispiele, wo die Integration des Stadtgrüns gelungen ist und die Bewohner sich am Garten vor der Balkontür erfreuen können.

Wo Architektur wächst

Architekturgeschichtliches über Natur

Albert Kirchengast

Ist es das Gefühl des Verlusts – von Landschaft und Natur, gar des Paradieses – das Architekten von bewachsenen Häusern träumen lässt? Die Romantik liess sich von der Ruine faszinieren, wo Zerfall und neues Leben eins werden, und die konservative Moderne eines Heinrich Tessenow verband das Gebaute gern mit Vegetation. Im Sinn des Stoffwechsels sind organische Strukturgedanken zudem auch ohne lebende Pflanzen ein bedeutendes Motiv der Architektur.

Debatte

Milliarden werden in den Ausbau der Bahn investiert, doch das meiste Geld fliesst in den Ausbau bestehender Strecken und Verbindungen. Über den gezielten Einsatz der Mittel im Sinn der Raumplanung wird viel zu wenig nachgedacht, mahnt der Experte Paul Schneeberger.

Wettbewerb

Das Zürcher Hochschulquartier ist Schauplatz eines umstritttenen städtebaulichen Grossvorhabens. Die parallelen Wettbewerbe für das Universitätsspitals und das Forum UZH zeigen, dass eine kontextverträgliche Lösung möglich ist.

Ausstellungen

Das Schweizerische Architekturmuseum S AM stellt dem Gerede von Dichtestress die Ausstellung Dichtelust entgegen, die ein breiteres Publikum anstecken soll. Das Vitra Design Museum widmet Balkrishna Doshi die erste grosse Schau ausserhalb Indiens. Und das Architekturforum Zürich vertieft das Thema dieses Hefts mit der Ausstellung Gebäude.grün.

Bücher

Eine mal unterhaltsame, mal quälende Lektüre: Bei seinem Unterfangen, die ganze Geschichte der Architektur auf 288 Seiten zu erzählen, hat Günther Fischer ein Werk verfasst, das reizvolle Blicke hinter den Vorhang gewohnter Deutungen wirft, aber auch Widersprüche aufweist.

Vernetztes Stadtwohnen

Ecoquartier Jonction in Genf von Dreier Frenzel

Daniel Kurz, Eik Frenzel, Roman Keller (Bilder)

Mit dem Ecoquartier Jonction im Zentrum von Genf haben Dreier Frenzel eine durchmischte Überbauung in hoher Dichte geschaffen, in der ganz unterschiedliche Wohnwelten und Gewerbenutzungen zusammenkommen. Im Hochhaus der Genossenschaft CODHA bot die Stützen-Platten-Konstruktion maximale Flexibilität für die partizipativ erarbeiteten Wohntypologien.

Schwarmintelligenz bei der Planung

Partizipative Planung und die Kraft der Architektur

Eric Rossier und João Fernandes im Gespräch

Partizipative Planung bereitete die Basis für das Gemeinschaftswohnen im Hochhaus; die Gemeinschaftstrukturen waren beim Bezug schon etabliert. Doch was bedeutet es für die Architekten, wenn so viele Menschen über Typologien und Materialisierung mitbestimmen?

werk-material 02.01 / 728

Als wir Räuber waren

Søren Linhart, Roger Frei (Bilder)

Kindergarten Paradiesstrasse in Riehen BS von Miller & Maranta Architekten

werk-material 02.01 / 729

Transparenz mit Tiefgarage

Tibor Joanelly, Lukas Murer (Bilder)

Dreifachkindergarten in Würenlingen AG von Malte Kloes und Christoph Reichen

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