Plus de la moitié du parc immobilier suisse est constitué de maisons individuelles. Seuls 27 % de la population y vivent, dont beaucoup de personnes de plus de 65 ans. Au niveau de la consommation de surface, c’est une catastrophe. La densification dont on aurait un besoin urgent piétine. Les problèmes sont largement connus et ne sont pas remis en question dans les milieux spécialisés. On dit de la maison individuelle qu’elle est le parent pauvre d’une planification durable de l’espace et de l’habitat. Et pourtant, dans notre entretien à partir de la page 13, Angelus Eisinger, directeur de l’association faîtière de planification de la région de Zurich et environs plaide pour ne pas continuer à ignorer cette typologie. Car malgré toutes les objections techniques, la maison individuelle avec jardin reste l’idéal d’habitat pour un grand nombre de personnes. Et la demande crée l’offre. Ce serait une négligence et une erreur stratégique d’abandonner ce domaine aux promoteurs immobiliers avides de rentabilité.
Les nombreux prix d’architecture décernés de toute part avec une bonne couverture médiatique montrent qu’on peut faire mieux. On trouve toujours aussi beaucoup de maisons individuelles parmi les constructions primées, volontiers également dans la catégorie des jeunes talents. Il s’agit souvent pour les jeunes architectes du début de leur indépendance professionnelle. Mais au lieu de concevoir des objets de vanité luxueux, ces derniers profitent souvent de l’occasion pour s’attaquer à de grandes questions à petite échelle. Comme le montre notre sélection à partir de la page 18, on développe dans la maison individuelle de nouveaux modèles de cohabitation, on y teste des techniques de constructions adaptées au climat et on y questionne aussi parfois de manière critique des prescriptions et des normes. La maison indivi duelle sert aussi depuis longtemps de laboratoire.
Ce cahier vise à préparer le terrain à de tels projets innovants. C’est la première fois de puis 1980 qu’une édition met à nouveau le terme de maison individuelle dans son titre. Le temps est venu de jeter un regard neuf surcette typologie, d’identifier clairement ses particularités et ses problèmes, mais aussi de reconnaître en elle les potentiels de solutions futures.
Will man sich um Einfamilienhäuser kümmern, muss man die Lebensvorstellung ihrer Bewohnerschaft kennen. Im Rahmen der Forschungswerkstatt Krise und Transformation des Eigenheims haben die zwei Autorinnen und ihre Studierenden mit Bewohnerinnen und Bewohnern gesprochen. Dabei kamen sie den grossen Transformationspotenzialen auf die Spur. Diese zeigen sich in Umbruchphasen, etwa wenn die Kinder ausziehen oder im Alter.
Für die Raumplanung ist das Einfamilienhaus eine Herausforderung, konkret für die Notwendigkeit zur Innenentwicklung. Im Eigenheim steckt aber auch eine grosse Ressource: Die Hälfte des Gebäudeparks in der Schweiz besteht aus Einfamilienhäusern. Wie dieser Bestand fit für die Zukunft werden kann, warum wir ihn weiterhin brauchen und was wir vom Hüsli lernen können, haben Stadthistoriker und Architekt mit der Redaktion diskutiert. Artikel lesen
Für viele Architekturschaffende ist es der Einstieg in den Beruf. Der Entwurf des kleinen Hauses ist immer ein Massanzug, eng auf die Bedürfnisse der Bewohnerschaft zugeschnitten. Deswegen ist jedes Haus anders. Wir haben für dieses Heft sechs aktuelle Neu und Umbauten in Augenschein genommen. Sie zeigen auf vielfältige Weise, wie der Haustyp eine Zukunft hat.
Am Einfamilienhaus lässt sich auch mal ein Experiment wagen: So geschehen auf Rügen. Hier hat die Architektin Susanne Brorson ein DDR-Typenhaus samt Hühnerstall für ihre Familie umgebaut. Dabei erprobte sie ihr Wissen über lokale Bauformen, Handwerkstechniken und die Verwendung biogener Pflanzenbaustoffe. Die Giebelfassade im Westen wurde nach historischen Vorbildern mit lokalen Pflanzen und Tierprodukten gedämmt. Bei der Umsetzung haben auch Studierende Hand angelegt, die das Wissen in die Zukunft tragen.
Bauteilbörsen sind derzeit in aller Munde. Warum gibt es das für den Bodenaushub nicht? Damit Aushub nicht mehr auf der Deponie landet, hat die Equipe von Terrraterrre aus Prilly bei Lausanne eine Vermittlungsplattform entwickelt. Das schont Ressourcen im grossen Massstab.
Bestattungsformen sind im Wandel und siedlungsnahe Freiräume äusserst rar. So könnten freie Grabfelder zu öffentlichen Parklandschaften werden. Wie geht man mit dieser Idee im denkmalgeschützten Friedhof in Horw um? Die knifflige Aufgabenstellung haben Raderschallpartner aus Meilen am besten gelöst.
Das Hüsli steht auch im Zentrum einer grossen Ausstellung im Architekturzentrum Wien. Es ist Motor der Suburbanisierung, aber beileibe nicht nur in Amerika. Zudem empfehlen wir die Baum-Ausstellung in der Münchner Pinakothek sowie eine Schau zur Solararchitektur bei Archizoom an der EPFL in Lausanne.
Sophie Wolfrum hat für uns zwei neue Bücher zur Gestaltung von Strassen gelesen: eines aus Weimar und eines aus Winterthur. Sie vermisst bei den Weimarern die technische Infrastruktur in den Schnittzeichnungen. Denn die entscheidenden Prämissen für die Gestaltung liegen im Untergrund, findet sie. Für die nächsten Frühlingsausflüge empfiehlt die Redaktion Winterthur oder Biel als Destination. Zu beiden Städten sind neue Architekturführer erschienen.
Das junge Zürcher Büro hat das Gemeinschaftliche im Blick. Das zeigt sich bei ihrem Erstling, dem Turbinenhaus – ein Wohn- und Gewerbebau im solothurnischen Derendingen. Im Sockel lädt ein Restaurant zum Verweilen ein. Artikel lesen
Wie lässt sich die Geschichte der Nutzung eines Baus als Gedächtnis bewahren? Diese knifflige Frage untersucht Julien Rey in seinem Erstlingstext am Beispiel der Maison du Peuple in Clichy, eine Ikone der modernen Architektur von Eugène Beaudouin und Marcel Lods, die sie mit dem Ingenieur Vladimir Bodiansky und Jean Prouvé ausgetüftelt haben: ein Haus als Maschine.
Am Einsatz von Solarpaneelen kommen Architekturschaffende heute nicht mehr vorbei. Zeit für einen Rückblick auf einen Pionier. Obwohl sie in der Vorgängerpublikation dieser Zeitschrift Bauen + Wohnen präsent waren, sind die Solarhäuser von Ueli Schäfer in Vergessenheit geraten. Zu Unrecht.