Au village, le monde est en ordre. On se connait, on se salue et on s’entraide si nécessaire. C’est l’opinion largement partagée sur la différence avec la vie anonyme de la ville. La vie au village procure de la communauté et de la proximité, qu’on le veuille ou non.
Mais pour se connaître et se saluer, il faut pouvoir se rencontrer. Et au village également, ce n’est plus aussi facile. Les lieux de rencontre villageois de jadis disparaissent – le bistrot, le petit magasin ou le guichet postal. Ils se dé placent dans des localités plus grandes ou directement dans la sphère digitale. Les nouveaux chemins conduisent hors du village, les pendu laires vont à la ville en masse, au travail ou à l’école, pour disparaître le soir venu dans leurs maisonnettes en bordure du village. On prend plus rarement le chemin du village, son centre en souffre et a besoin qu’on en prenne soin. Scionzier, en HauteSavoie, et le village de Stalden en HautValais prennent les devants de manière exemplaire. Ils équipent leurs centres de nouvelles qualités, ils créent des espaces de rencontres à petite et à grande échelle: à l’occasion de fêtes animées, mais aussi lors de conversations spontanées entre voisins.
Qui plus est, les recherches que nous avons menées pour ce cahier confirment que le village type n’existe pas. Bien que des forces semblables soient à l’œuvre dans beaucoup d’endroits, les réalités villageoises sont très différentes, ce qui impacte également le champ des possibles. Dans le Pays de Fribourg, des bâtiments agricoles vides attendent une nouvelle utilisation. Le jeune bureau Bard Yersin les transforme en appartements, dans la localité de Romanens, ils ont agrandi la fromagerie, rendant visible l’activité agricole de la région et invitant à poursuivre l’achat de produits locaux. A Berlingen, la volonté de densification doit composer avec le caractère protégé du lieu, des demandes de permis de construire sont souvent refusées à cause des normes ISOS.
Nous avons invité le président de la com mune à un échange d’expériences avec la respon sable du dicastère des constructions de Sempach, commune lauréate du prix Wakker. Cet entretien nous a renseignés sur le chemin particulier emprunté par Berlingen et sur les nouvelles solutions qui peuvent résulter du respect de ces strictes directives, solutions dont pourraient s’inspirer bon nombre de villages, malgré toutes leurs différences.
Stalden befindet sich in einem sensiblen Gleichgewicht. Ringsum wachsen die Pharma- und schrumpfen die Bergdörfer; die Bevölkerung des Oberwalliser Dorfs aber bleibt stabil. Eine intakte Infrastruktur, moderates Wachstum und die aktive Gemeinschaft halten es am Leben. Mit dem neuen Dorfkern, gestaltet von Atelier Summermatter Ritz, erhält Stalden auch die gemeinsame öffentliche Mitte, die bisher fehlte.
Das junge Büro Bard Yersin kennt nichts anderes als Umbau. Unser Autor hat den beiden Architekten im ländlichen Freiburgerland einen Besuch abgestattet. Transformierte Bauernhäuser oder die Erweiterung einer Käserei beweisen: Die Anpassung von obsolet gewordenen ländlichen Typologien an heutige Bedürfnisse kann pragmatisch und doch poetisch sein. Was das Ganze mit der heiliggesprochenen Marguerite Bays zu tun hat, lesen Sie im Text von François Esquivié. Originaltext
Die Einheimischen des französischen Dorfs Scionzier haben wieder Besitz genommen von ihrem Zentrum. Unter einem ausladenden hölzernen Dreiecksdach feiern sie, halten Märkte ab und treiben Sport – das Leben pulsiert wieder. Auftakt der Neugestaltung des Zentrums war die Transformation einer ehemaligen Maschinenfabrik in ein Museum und Kulturzentrum. Gegenwart und Geschichte finden im neuen Kern zusammen – Autorin Rahel Hartmann Schweizer war vor Ort. Weiterlesen
Die Innenverdichtung macht auch vor dem Dorf nicht halt. In Sachseln integrieren Seiler Linhart das bestehende Bauernhaus «Spalihof» in ein neues, dichtes Ensemble. Drei zusätzliche Wohnbauten gruppieren sich um einen offenen und doch intimen Hof. Die zeitgenössische Architektur spricht eine vernakuläre Sprache: Farbgebung, Material und Kubatur der Neubauten vermitteln das neue Ensemble mühelos zur ISOS-inventarisierten dörflichen Umgebung.
Was können ISOS-Gemeinden voneinander lernen? Berlingen und Sempach liegen beide idyllisch an einem See, verfügen über einen schmucken, geschützten Ortskern, und beide beschäftigt die bauliche Verdichtung nach innen. Während Sempach bereits mit dem Wakkerpreis ausgezeichnet wurde, arbeitet Berlingen an einem alternativen Planungsinstrument, das Ortsbildschutz und Weiterbauen unter einen Hut bringen soll. Die Redaktion bat die beiden an den gemeinsamen Tisch, sprach über Erfahrungen und Herausforderungen.
Grundrissgeneratoren, Bild und Städtebausoftwares – die künstliche Intelligenz ist auch in der Architektur angekommen. In der Praxis bewähren sich aber erst ganz wenige Programme. Lukas Gruntz hat sie mit Studierenden an der FHNW getestet und zieht ein erstes Fazit.
Viele SAC-Hütten entsprechen heutigen Hygiene-, Sicherheits- und Brandschutzanforderungen nicht mehr. Allein 2023 schrieb der Alpen-Club deshalb neun Verfahren für Sanierungen und Erweiterungen aus. Sonja Huber bespricht anhand zweier Wettbewerbe – zur Cabane de Susanfe und zur Oberaletschhütte – die schwierige Gratwanderung zwischen Landschaftsschutz und Komfortansprüchen.
Mit der Schau Design für alle? Vielfalt als Norm widmet sich das Museum für Gestaltung in Zürich dem inklusiven Design. Wer in Berlin weilt, kann in der Tchoban Foundation Zeichnungen von Lina Bo Bardi bestaunen, am Genfersee eröffnete die Ausstellung Lausanne Jardins 2024.
Die beiden Autoren der Reihe Besser – Weniger – Anders Bauen zeigen echte Handlungsalternativen fürs Bauen auf. Marc Angélil las begeistert. Die Redaktion empfiehlt zudem zwei weitere Bücher: zum Weiterbauen von Albert Kirchengast und über Malans von Köbi Gantenbein.
Es muss nicht immer ein Ersatzneubau sein. Mit der sorgfältigen Analyse eines bestehenden Einfamilienhauses aus den 1970er Jahren überzeugten Steiger Spielmann ihre Bauherrschaft von einem Umbau. Weiterlesen
Der Bau der neuen Halle 1 für die Olma in St. Gallen erforderte ingenieurtechnische Agilität, denn sie steht über der Autobahn. Von aussen wirkt der Baukörper, entworfen von Ilg Santer, nüchtern und abstrakt, im Innern öffnet sich dennoch ein beeindruckendes Raumerlebnis.
Viele Köpfe wurden zusammengesteckt für den Entwurf der Architekturschule Institut Méditerranéen de la Ville et des Territoires in Marseille. NP2F, Marion Bernard, Point Supreme und Jacques Lucan entwickelten eine offene Struktur, die nicht nur mitten in der Stadt steht, sondern auch selbst ein Stück Stadt bildet.