
Quels sont les points communs entre le pont Hardbrücke à Zurich et la Tour Eiffel à Paris? Ni l’un ni l’autre ne devrait en fait plus exister. Alors que la tour en acier de l’Exposition universelle de 1889 n’était prévue que pour dix ans, le pont en béton inauguré en 1972 devait être une solution intermédiaire jusqu’à l’ouverture de la liaison express en Y. Comme tout le monde le sait, ces deux ouvrages sont encore debout aujourd’hui. La tour Eiffel, construite jadis comme une démonstration de force constructive, est devenue une attraction touristique permanente et le point culminant de la silhouette urbaine de Paris. Et plus de 50 000 véhicules continuent de traverser quotidiennement la ville de la Limmat sur la tangente ouest. La Hardbrücke s’est mué en solution à long terme quand l’extension du réseau routier a échoué à cause de protestations citoyennes. Le pont a connu sa dernière rénovation en 2011. Des voies réservées aux bus, des pistes cyclables plus larges et dernièrement une nouvelle ligne de tram permettent de désengorger cet important goulet d’étranglement en faveur des transports publics locaux. La frontière entre le provisoire et le permanent est étroite. Et c’est précisément le sujet de ce cahier.
On a maintes fois raconté l’histoire du provisoire qui se transforme en «providure», ce qui ne lui enlève rien de son actualité. À une époque où les maisons ne durent guère plus de 50 ans, des structures provisoires peuvent justement nous montrer comment rendre plus durables projets et constructions. On sent, surtout chez les jeunes architectes, une affinité pour les mandats de constructions temporaires qui se présentent aussi volontiers comme des interventions ou des performances spatiales. C’est la raison pour laquelle nous vous présentons en guise d’introduction thématique à ce numéro un entretien que nous avons mené avec Leonid Slonimskiy de Kosmos Architects ainsi que Dafni Retzepi et Philippe Buchs du bureau genevois Sujets Objets. Nous avons discuté avec eux du potentiel de l’éphémère, du facteur temps en architecture et de l’image changeante du métier. Notre tâche comme architectes consistera de plus en plus à organiser l’espace et les matériaux, à court terme comme sur la durée. Au cours d’une discussion animée, il est apparu une fois de plus à quel point les frontières sont floues et à quel point ce qui est permanent est provisoire et inversement.
Die Arbeiten von Kosmos Architects und Sujet Objets umfassen neben klassischen Architekturprojekten auch Performances und Interventionen. Wir sprachen mit ihnen über den Wert des Vergänglichen. Temporäre Architektur ermöglicht Spontanität, öffnet neue Perspektiven auf schwierige Orte und zeigt unkompliziert Wege auf, wie Bestehendes neu genutzt werden kann. Ein Gespräch über Zeitlichkeit, Pragmatismus und Ästhetik. Artikel lesen
Auf dem Campus der Hochschule Luzern in Horw steht für die nächsten Jahre ein Pavillon. Initiiert wurde er vom Unternehmen Oxara, einem Spinoff der ETH Zürich. Künftig wird darin geforscht: Wie kann zementöses Baumaterial durch kreislauffähiges ersetzt werden? Beim Bau wurde mit Materialien experimentiert: Bodenbeläge aus Lehm, Steine aus Aushub oder Wände aus angereichertem Flüssiglehm. Experimentell ist auch die Form: Fast anachronistisch muten die Bögen und Tonnengewölbe an.
Zürich leidet unter akutem Mangel an Schulraum. Zwei jüngst fertiggestellte Projekte zeigen unterschiedliche Lösungsansätze mit Schulprovisorien. Auf einem Areal des früheren Güterbahnhofs realisierten Pool Architekten mit Baubüro in situ einen demontierbaren Modulbau für 650 Schülerinnen und Schüler. Am Universitätscampus Irchel hingegen haben Stücheli Architekten temporäre Räume für 2200 Jugendliche im Bestand eingerichtet – als Ausweichquartier für drei Kantonsschulen, die in den nächsten Jahren saniert werden.
Wenn es schnell gehen muss, kommen oft Provisorien zum Einsatz. So auch in Situationen grösster Not, wenn Menschen auf der Flucht Wohnraum benötigen. Ein Forschungsprojekt der Berner Fachhochschule untersucht, wie Geflüchtete hierzulande untergebracht sind. In Bern, Genf und Zürich gibt es grosse Unterschiede: an welcher Lage Wohnraum entsteht, welche Aussenräume es gibt und wie für Privatheit in den Unterkünften gesorgt wird. Überall gilt: Eine würdevolle Unterbringung ist eine kontinuierliche Aufgabe.
Der Allianzvertrag ist in aller Munde und ein grosses Versprechen für mehr Miteinander statt Gegeneinander beim Bauen. Autorin Clea Gross zeigt Vorteile und Fallstricke des neuen Vertragswerks und berichtet von Erfahrungen aus England.
Das Schauspielhaus Zürich hat seit seiner Eröffnung 1899 viel erlebt. Im Zweiten Weltkrieg war es Zufluchtsort jüdischer Künstler, mit den aufsehenerregenden Stücken von Frisch und Dürrenmatt gewann es Weltruhm. Den Wettbewerb zum Umbau des Schauspielhaus Pfauen hat das Architekturbüro EMI gewonnen. Der Architekturkritiker Martin Tschanz erklärt, was es besser gemacht hat als die Konkurrenz.
Als mögliche Weihnachtsgeschenke schlägt die Redaktion vier Publikationen vor. Mit dabei sind zwei Kinderbücher; eines zum Thema Ersatzneubau und eines zu Bauweisen von Tieren. Darüber hinaus empfehlen wir zwei Bücher zum Heftthema: eines zu einem Architekturfestival, das mit Pavillons eine nordspanische Kleinstadt beleben soll, und eines zur Obdachlosigkeit und was die Architektur mit ihr zu tun hat.
Jannik Richter und Oliver Hänni verbindet die gemeinsame Lust an der Diskussion und am gepflegten Streit. Aus dieser Reibung entstehen ihre Entwürfe. In unserer Rubrik erklären die beiden ihre Herangehensweise anhand eines privaten Auftrags für ein Haus, das in Luzern am Steilhang steht. Richter und Hänni haben es wie eine Skulptur entwickelt. Artikel lesen
Auf der griechischen Insel Kea haben Alexandros Fotakis und Nicoletta Caputo ein kleines Haus in einem Garten errichtet. Nicht nur die Setzung in idyllischer Umgebung, sondern auch die Konstruktion des Baus aus lokalem Naturstein ist sensibel und in Rücksicht auf den Ort erfolgt. Der Autor Antoine Prokos nennt es ein Zelt aus Stein. Sein Text bringt die Qualitäten des Projekts gekonnt zur Sprache und ist deshalb der fünfte und letzte Preisträger unseres Erstling-Schreibwettbewerbs, den wir hier vorstellen.