12 – 2021

High-rise Buildings

It saves valuable settlement land – but wastes climate-relevant resources through its construction and operation. Thanks to its exceptional position and visibility it fascinates us, while at the same time it can be seen a distasteful expression of arrogant economic power: in recent years, the high-rise has experienced a new boom, but there are only a few cases where it is truly welcome at its location and has become a part of its community, its quarter, or its street. Generally, it has remained too isolated, both as a building and in social terms, which is due, at least in part, to outmoded legal restrictions.

We asked ourselves how high-rise buildings could be transformed from smug outsiders into friendly neighbours, how they could engage in an open exchange with their surroundings. It soon became clear: these questions are not decided in the top twenty metres of the building but at the base, where the high-rise meets the ground and reveals its attitude to public space and to lively nature. At the plinth it is decided how aloof life in the high-rise is in detail. In the threshold zone it first becomes clear whether the tall building makes a contribution to the city that it dominates visually by virtue of its height. On this account architects ought to devote particular attention to the ground floor zones, the threshold spaces in urban planning.

And another thing also became clear: highrises seem more acceptable when they appear in groups and introduce their own horizon, a new normality. The “stubble field” dotted with lonely protagonists can then develop into a coexistence that is based on dialogue. This makes the urban morphology more legible, moves topographical or transport-related characteristics of a city into focus. However, this requires a (political) intention to engage in design, as otherwise urban design hierarchies begin to become unstable, and submissiveness starts to take hold. Today some cities – above all Basel – already refer in their guidelines to the strength conveyed by high-rise buildings in groups, something we have long been familiar with from cities like New York.

Cluster, Stoppelfeld, Rhizom

Hochhaus-Leitbilder in den Schweizer Städten Genf, Basel und Zürich

Caspar Schärer, Tibor Joanelly

Wie werden die Hochhausleitbilder in Schweizer Städten legitimiert? Eine Umfrage bei einer Stadtbaumeisterin (Katrin Gügler, Zürich) und zwei Kantonsarchitekten (Beat Aeberhard, Basel, und Francesco Della Casa, Genf) zeigt, dass sich hohe Bauten vor allem dazu eignen, um bei hoher Dichte Freiräume zu sichern. Städtebauliche und architektonische Qualität werden dabei auf unterschiedlichen Wegen gewährleistet.

Urbane Landschaft

Wolkenwerk in Zürich von Staufer & Hasler und von Ballmoos Partner mit Mavo Landschaften

Daniel Kurz, Roland Bernath (Bilder)

Das Wolkenwerk von Staufer & Hasler und von Ballmoos Partner mit mavo Landschaften ist mehr als nur eine Gruppe von Türmen am Rand von Zürich. Tiefe Sockelbauten verankern es im Stadt- und Grünraum, unterschiedliche Höhen prägen die Silhouette. Der öffentliche Park schafft Platz und ökologischen Mehrwert.

Ensemble für die Stadt

Baloise Park in Basel von Miller & Maranta, Diener & Diener und Valerio Olgiati

Martin Tschanz, Walter Mair (Bilder)

Wo einst das Hotel Hilton stand, ordnen drei Neubauten gegenüber dem Bahnhof Basel die städtebaulichen Verhältnisse neu. Der Baloise Park in Basel von Miller & Maranta, Diener & Diener und Valerio Olgiati bildet ein Ensemble im besten Sinn: Enge Gassen stehen in dramatischem Kontrast zur Weite eines neuen Platzes.

Die Türme und die SOHO

Hochhausquartier Chapelle International in Paris, Masterplan von l’AUC

Susanne Stacher (Text und Bilder)

Djamel Klouche und sein Städtebaubüro l’AUC geben im Norden von Paris eine neue Antwort auf die Frage, wie Hochhäuser am Boden ankommen sollen. Im durchmischten Hochhaus-Quartier Chapelle International definieren Sockelbauten den öffentlichen Raum in menschlichem Massstab. Sogenannte SOHO (Small Office Home Office) geben der Vereinbarkeit von Arbeit und Wohnen einen typologischen Ausdruck.

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Debatte

Mit den CAP talks hat werk, bauen + wohnen ge­meinsam mit Hochparterre auf die radikalen Forderungen der Klimastreik­-Bewegung reagiert. Axel Schubert, Mitverfasser des Climate Action Plans, und Astrid Staufer beenden die Serie – die Debatte über klimagerechtes Bauen ist damit aber noch längst nicht abgeschlossen, auch müs­sen jetzt konkrete Taten folgen!

Neu im BSA 2021

Dieses Jahr sind 28 neue Mitglieder in den Bund Schweizer Architektinnen und Architekten BSA aufgenommen worden.

Ausstellungen

Das Zentrum Paul Klee in Bern widmet dem Werk von Max Bill eine grosse Ausstellung. Ebenfalls in Bern, im Kornhausforum, geht es um Shared Spaces, wäh­rend im Arc'en Rêve in Bordeaux der Baum und die Architektur sich eine Ausstellung teilen.

Bücher

«Städtische Räume sind nicht per se öffentlich, man muss sie stets von Neuem zu öffentlichen machen», schlussfolgert die Kritikerin Sophie Wolfrum nach der Lektüre von Figurationen von Öffentlichkeit über die Gestaltung des Stadt­raums. Anzukündigen ist ausserdem das neue Jahrbuch Anthos für Landschaftsarchitektur des BSLA. Und eine Publikation zur Architekturpädagogik stellt den Raum als dritten Pädagogen ins Zentrum.

Nachruf

Robert Haussmann, 1931–2021

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Junge Architektur Schweiz

Batiments

Der Wohnturm von Batiments in St. Gallen ist gebauter Widerstand gegen die Banalisierung der Architektur im Zeichen der Rendite.

Architektur als Ressource

Wohnhäuser aus tragendem Naturstein in Plan-les-Ouates von Atelier Archiplein und Perraudin architecture

Valéry Didelon, Leo Fabrizio (Bilder)

Würdevoll, nachhaltig, hochwertig: So präsentie­ren sich die zwei Wohnbauten aus massivem Stein von Atelier Archiplein und Perraudin Archi­tecture im Genfer Vorort Plan­-les­-Ouates. Originaltext Französisch

Massivstein ist längst modern

Bauen mit Naturstein im Frankreich der Nachkriegszeit

Marie Le Drean, Jonas Kuratli (Text und Bilder)

Natursteinbauten waren bis in die 1970er Jahre in Paris Alltag: Das zeigt eine bemerkenswerte Forschungsarbeit aus der EPFL. Originaltext Französisch

werk-material 12.01/782

Ein besonderes Davoser Flachdach

Jenny Keller, Rasmus Norlander (Bilder)

Sporthalle Tobelmühle in Davos von Neff Neumann

werk-material 12.01/783

Schnittfigur mit Raffinesse

Pauline Bach, Laura Egger (Bilder)

Mehrzweckhalle Pfyn von Lauener Baer

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