6 – 2014

Edition anniversaire

A l’occasion du centenaire de notre revue, nous faisons un état des lieux sur l’architecture suisse. Trois thèmes qui nous paraissent constitutifs de la culture architecturale de ce pays nous servent de fil rouge: le paysage culturel urbain et rural comme condition préalable omniprésente de la création architecturale, la construction comme forme d’expression, et finalement le consensus social comme pratique urbanistique et condition de représentation publique. Le boom de la construction dure depuis quinze ans en Suisse et ne semble pas influencé par les fractures dues à la finance et à la crise en Europe. Les paysages silencieux sont devenus rares, la mobilité est partout. La Suisse s’est transformée de manière bien plus visible durant les premières années du 21ème siècle qu’au cours des décennies précédentes. Dans cet essor, les architectes jouent un rôle central: l’architecture est devenue un sujet public et la culture du concours s’est imposée sur un large front. Non seulement les pouvoirs publics, mais aussi des concepteurs et investisseurs privés misent sur la réputation d’une architecture de qualité. C’est pourquoi en Suisse, au contraire de beaucoup d’autres pays, de jeunes bureaux ou des projets non conventionnels ont également une chance de s’imposer. Cette liberté est restreinte d’une part par la pression des coûts et du rendement et de l’autre par un fatras continu et toujours plus perfectionné de prescriptions et de normes.

Kleine Fluchten, kleine Schluchten

«Trutg dil Flem» in Flims von Jürg Conzett

Christian Marquart, Wilfried Dechau (Bilder)

Jürg Conzetts sieben Stege des Wanderwegs «Trutg dil Flem» oberhalb von Flims sind nach dramaturgischen Überlegungen positioniert. Jeder einzelne reagiert auf den jeweiligen Ort und trägt so zur Inszenierung der alpinen Landschaft bei.

Architektur, Infrastruktur, Umweltdesign

Einige grundsätzliche Bemerkungen anlässlich der Eröffnung der Durchmesserlinie in Zürich

Laurent Stalder, Ruedi Walti (Bilder)

Die sichtbaren Abschnitte der Durchmesserlinie in Zürich greifen tief in den Stadtkörper ein, wie auch die Erweiterung des Hauptbahnhofs diesen neu mit der Stadt verknüpft. Unser Autor nutzt den Anlass für grundsätzliche Anmerkungen zum Verhältnis der Architektur zur gestalteten Umwelt.

Spiel um die freie Mitte

Die Plain de Plainpalais in Genf

Marie Theres Stauffer, Raphaël Nussbaumer

Inmitten der Stadt Genf überrascht die Plaine de Plainpalais als öffentlicher Platz von gut sieben Hektaren Fläche durch ihre Weite und ihren zugleich landschaftlichen und urbanen Charakter. Die Neugestaltung durch ADR verleiht dem Platz eine starke Gegenwart in der Stadt.

Prinzip Partizipation

Wohn- und Gewerbeüberbauung Kalkbreite in Zürich von Müller Sigrist Architekten

Caspar Schärer, Martin Stollenwerk (Bilder)

Von Kopf bis Fuss auf Mitbestimmung eingestellt – und schnell von der Idee zum fertigen Bau: Die Genossenschaft Kalkbreite erstellte zusammen mit Müller Sigrist Architekten eine Überbauung zum Wohnen und Arbeiten im Umfang eines ganzen Strassenblocks.

Diversität durch Langsamkeit

Entwicklungen im Areal Sulzer-Stadtmitte

Daniel Kurz, Theodor Stalder (Bilder)

Proteste und öffentliche Debatten standen am Anfang des fündzwanzigjährigen Prozesses, der auf dem einstigen Werkareal des Weltkonzerns Sulzer in Winterthur ein vielschichtiges Quartier mit Geschichte entstehen liess.

Der Architekt als Moderator

Gegenwärtiges zum Generalisten

Ingemar Vollenweider, Thomas Meyer (Bilder)

Der schöpferische Akt des Entwerfens ist immer mehr dem Prozesshaften ausgesetzt. Die «Arbeit am Konsens» bedient zwar Ängste und Sehnsüchte, darob wird aber die Kraft der konkreten Form geschwächt.

Fremdes und Eigenes

Kanzlei der Schweizer Botschaft Algier von Bakker & Blanc Architekten

Roland Züger, Leo Fabrizio (Bilder)

Die Kanzlei der Schweizer Botschaft in Algier als Zusammenspiel zweier Kulturen: Bakker & Blanc Architekten verbanden Schweizer Werte mit Interesse und Respekt für das Lokale.

Das Gewicht des Rechts

Das Bundesstrafgericht von Bearth & Deplazes und Durisch + Nolli Architekten in Bellinzona

Sebastiano Giannesini, Tonatiuth Ambrosetti (Bilder)

Im Bundesstrafgericht in Bellinzona von Bearth & Deplazes und Durisch + Nolli Architekten wird die Zusammenarbeit von Bund und Kanton sichtbar.

Originaltext: Il peso del Diritto

Hochhaus mit Tiefenwirkung

Wohnhochhaus Zölly in Zürich West

Christoph Wieser, Georg Aerni und Walter Mair (Bilder)

Meili, Peter entwarfen zusammen mit Office Haratori und Office Winhov ein Wohnhochhaus in Zürich, das seine Präsenz im Stadtraum über die hoch differenzierte Plastizität seiner Fassaden entwickelt.

Triangulum und Goldener Schnitt

Hauptsitz Synthes in Solothurn von Peter Märkli

Jürg Graser, Caroline Palla (Bilder)

Bei Peter Märklis Synthes-Hauptsitz in Solothurn durchdringt das Masssystem den ganzen Entwurf. Jürg Graser zeigt auf, dass Fritz Haller einen ähnlich rigorosen Umgang mit der Geometrie pflegte.

Tragen und getragen werden

Über die Ausdrucksmöglichkeiten in der zeitgenössischen Architektur

Thomas Halser

Ökonomie und Ökologie setzen den Entwurf der Konstruktion und des Tragens unter Druck. Heutige Resultate sind weit entfernt von einer klaren Lesbarkeit. An drei aktuellen Beispielen wird die Herausforderung in der Kohärenz von Konstruktion und Ausdruck deutlich.

Kulturlandschaft: Landschaft muss nicht schön sein. 

Die Direktorin des Bundesamtes für Raumentwicklung ARE, eine Landschaftsarchitektin und ein Architekt plädieren in der Diskussion für neuen Realismus beim Blick auf die Landschaft. Maria Lezzi, Stefan Kurath und Martina Voser im Gespräch mit Daniel Kurz und Tibor Joanelly.

Kulturlandschaft: Wasserkraft

Für ihre Bildserie stieg die Fotografin Ester Vonplon in die Ruinaulta und spürte den Eingriffen des Menschen in dieser so urtümlichen Landschaft nach: Der schwankende Wasserstand gehorcht den Gesetzen des Strommarktes.

Konsens: Auf der Suche nach dem besten Argument

Im Gespräch über Wettbewerbe sind sich Architekten als Entwerfer, Veranstalter und Juroren einig: Verfahren und Resultate hängen voneinander ab. Emanuel Christ, Michael Hauser und Thomas Urfer im Gespräch mit Tibor Joanelly und Caspar Schärer.

Konstruktion: Figurale Konstruktionen

Mit preiswertem Material aus dem Baumarkt konstruiert die Fotokünstlerin Anja Schori Figuren, die von architektonischen Bildern und Räumen erzählen.

Zeitzeichen

Stadt – Nicht-Stadt Schweiz. Ein fiktives Gespräch

Lucius Burckhardt (1961) und Jacques Herzog (2014)

1961 erörtert Lucius Burckhardt in einem inneren Dialog die Vorzüge des städtischen und halbländlichen Wohnens. Jacques Herzog geht 2014 den Mentalitätsunterschieden zwischen Stadt und Agglomeration auf den Grund.

Genau hinsehen!

Was 100 Jahre «Werk» über die Zukunft sagen

Bernadette Fülscher 

In seinen bisher 100 Jahren hat das «Werk» die Baupraxis in der Schweiz und vor allem den Diskurs darüber geprägt: Vorbilder wurden erkoren und Unerwünschtes kritisiert oder verschwiegen. In ihrer umfassenden Analyse findet Bernadette Fülscher wechselnde Debattenkulturen: Zeiten der Grundsatzdebatten lösten immer wieder Phasen der Zuversicht ab.

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