Les chefs-d’œuvre de l’architecture suisse sont connus pour leur présence sculpturale et leur clarté conceptuelle qui frise parfois l’obsession. Des bâtiments tels que les thermes de Peter Zumthor à Vals, les immeubles d’habitation de Christian Kerez ou l’école à Paspels de Valerio Olgiati, qui semble avoir été construit d’un seul bloc, illustrent parfaitement cet idéal, solidement ancré dans le discours des années 2000: des édifices à l’aspect mono-lithique, une unité contrôlée faite d’espace, de matériaux et de structures.
Vingt ans plus tard, un véritable changement de tendance s’est opéré dans l’architecture. La construction éco-responsable n’est plus un phénomène de niche, mais une évidence. De nombreux matériaux renouvelables et à faible émission de CO₂ se sont ajoutés à la liste des matériaux de construction. Le béton armé, matériau polyvalent qui a longtemps occupé une place prépondérante, doit désormais composer avec d’autres concurrents.
Cette nouvelle hétérogénéité semble non seulement faire l’unanimité, mais elle impulse également de nouvelles techniques de construction et un langage architectural inédit. Un autre constat s’impose: les bâtiments n’ont pas besoin d’être plus complexes, au contraire.
Il est souvent plus difficile de préserver une apparente pureté que de laisser libre cours à la diversité. Lorsque chaque matériau répond à ce qu’il sait faire de mieux – supporter, tendre, protéger, emmagasiner la chaleur ou délimiter –, les réalisations sont non seulement plus respectueuses de l’environnement, mais aussi plus riches sur le plan de la conception.
Cette brochure s’inscrit dans le cadre de nos recherches sur les structures écologiques (wbw 6 – 2023) et les matériaux de construction végétaux (wbw 4 – 2024). Cette fois-ci, nous souhaitons porter notre regard sur les matériaux de construction dans toute leur diversité. Les matériaux renouvelables sont considérés comme la nouvelle norme; tandis que les inconvénients de l’acier et du béton font l’objet de débats. Malgré cette évolution, il est essentiel de revenir sur ces deux classiques. Car ils n’en restent pas moins bon marché, efficaces, performants – et donc (encore) indispensables dans de nombreux cas de figure. Il s’agit donc de les utiliser de manière plus ciblée, de les optimiser, de les réutiliser et surtout: de les combiner intelligemment.
Nous présentons dans ce numéro des projets qui s’inscrivent dans cette démarche. Ils sont réalisés à partir de matériaux qui, grâce à leurs propriétés complémentaires, mettent en valeur leurs atouts en transformant leurs points faibles en avantages.
Mit Hanfkalk allein lässt sich kein Haus bauen. Es braucht die Unterstützung durch eine Tragkonstruktion. Beim Kindergarten in Untervaz von Georg Krähenbühl und Rainer Weitschies ist diese aus Holz. Geerntet aus dem gemeindeeigenen Wald, bildet die Holzständerkonstruktion das räumliche Gerüst. Dicke, zweischichtige Wände aus gestampftem Hanfkalk und Hanfkalkstein sorgen für eine Atmosphäre der Geborgenheit. Unser Autor Daniel Walser beleuchtet die konstruktiven Herausforderungen und berichtet, wie die differnzierten, materialhaltigen Räume von den Kindern in Beschlag genommen werden.
Das Balearische Wohnbauinstitut IBAVI machte sein Programm für Sozialwohnungsbau zum Labor für regeneratives Bauen. Redaktorin Lucia Gratz war auf Mallorca, um Hintergründe zu recherchieren und Beteiligte zu treffen. An drei ausgewählten Bauten zeigt sie deren Machart und das jeweilige Vorgehen auf. So bestehen die Wandschotten des Wohnhauses von Harquitectes mitten in Palma aus dem Abbruchmaterial des Vorgängerbaus. López Rivera haben aus regionalen Marès-Vorkommen und Kiefernholz in Esporles ein kommunikatives Laubenganghaus errichtet. Die Verwendung von Stein und Beton im Wohnhaus in Inca, entworfen von Estruch Martorell, erinnert teils an die ikonische Can Lis von Jørn Utzon.
Die Anzahl der Allianzprojekte nimmt stetig zu. Öffentliche Bauherren setzen stark auf dieses neue Abwicklungsmodell. Auch der Campus Sursee hat bereits erste erfolgreiche Erfahrungen als Bauherr gemacht.
Beeindruckend an der Sammlung der sogenannten Werkstückhalle der Architekturabteilung der ZHAW in Winterthur sind die teils geschosshohen Mock-ups. Es sind ausgewählte Beispiele hybrider Konstruktionen. Sie zeigen die Vorteile, die entstehen, wenn Materialien so kombiniert werden, dass sich ihre unterschiedlichen Potenziale ergänzen. Die Redaktorin Jasmin Kunst hat sich mit der Sammlungsleiterin Stefanie Müller de Pedrini über die angewandte Forschung zur Baukonstruktion unterhalten. Jüngste Resultate zeigen, dass vermeintliche ökologische Baustoffe im CO₂-Verbrauch gar nicht so gut abschneiden wie gedacht.
Das junge Lausanner Büro Joud Beaudoin beschreitet bei der Konstruktion und der Materialisierung seiner Projekte neue Wege. Wir zeigen drei aktuelle Beispiele seines Schaffens: ein Quartierpavillon aus Stampflehm, Hanfkalk und Holz; ein Wohnungsbau aus Ziegeln und Hanfkalk sowie eine im Bau befindliche Heizzentrale aus Stahl und Holz mit einem Gewächshaus auf dem Dach.
Die aktuellen Raumplanungskonzepte gründen oft auf der Annahme, die Versorgung mit dem täglichen Bedarf müsse nur genügend gut erreichbar sein. Doch damit diese überhaupt funktioniert, braucht es genügend Frequenz an einem Ort und eine gewisse Dichte. Mit diesem Ansatz im Kopf plädiert Sibylle Wälty für 10-Minuten-Nachbarschaften.
Ende des letzten Jahres wurde der Europan 18 entschieden, der Nachwuchskräften aus allen Planungsdisziplinen offensteht. Der städtebauliche Ideenwettbewerb stand diesmal unter dem Motto Re-Sourcing. Simon Rott hat die Resultate studiert und rät, sich von den Ideen zum zyklischen Bauen inspirieren zu lassen.
Vor fünfzig Jahren fand die Ausstellung Tendenzen an der ETH Zürich statt. Die einflussreiche Schau tourte damals über zehn Jahre durch die Welt und hat der Tessiner Architektur zu Weltruhm verholfen. Zum Jubiläum eröffnet eine retrospektive Ausstellung und stellt die Frage, wie mit den damaligen Projekten heute umzugehen sei. Zudem empfehlen wir aktuellen Ausstellungen im S AM Basel sowie im Louisiana Museum im Norden Kopenhagens.
Die Filmemacherin Beatrice Minger rezensiert das Buch Kino-Obsessionen von Marcel Bächtiger. Im Fokus stehen die Bezüge Le Corbusiers zum Film. Daneben empfiehlt die Redaktion ein Buch zu hybriden Konstruktionen mit Lehm von Roger Boltshauser und seinem Team sowie einen Tagungsband zu experimenteller Forschung im nachhaltigen Bauen mit dem Titel Constructive Disobedience.
Das Duo Jean-Michaël Taillebois und Sébastien Tripod hat in Lausanne eine Autowerkstatt in eine Musikschule verwandelt. Hier finden nun Residenzen, Workshops und Konzerte statt. Beim Umbau galt der Fokus der Wiederverwendung von Bauteilen des Bestands. So dient der alte Öltank nun als Wasserbehälter für die Kühlung im heissen Sommer. Artikel lesen
Das Wohnprojekt beginnt mit einem Glücksfall: Ein Ehepaar gründet eine Stiftung, dotiert mit seinem altem Bauernhaus und einer Wiese. Im Bestandshaus kommen Bistro, Saal und Bibliothek unter. Auf der Wiese nebenan entstehen vier Neubauten für ein medizinisches Zentrum sowie 40 preisgünstige Wohnungen. Entworfen haben das Ensemble und die differenzierten Freiräume BDE Architekten, zusammen mit Schmid Landschaftsarchitekten. Die Architektursprache nimmt Anleihe an Motiven des Dorfs mit weit ausladenden Satteldächern und offenen Lauben. Das Innere der Wohnungen reizt mit kräftigen Farben und offenen Holzkonstruktionen.